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Jahreshauptversammlung 2013

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Jahreshauptversammlung 2011

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Jahreshauptversammlung 2010

Protokoll Protokoll Jahreshauptversammlung Freundeskreis Propstei Clarholz e.V.
Termin: 01.03.2010, 19:30 Uhr bis ca. 21:30 Uhr
Ort: Zehntscheune Clarholz, Propsteihof 10a

 

Teilnehmer: Vorstandsmitglieder Gottfried Pavenstädt (1. Vors.), Hubert Maibaum (2. Vors.), Heinz Tegelkamp (Schatzmeister), Judith Ahlke (Schriftführerin), 26 Mitglieder; Mitglied Jochen Ossenbrink entschuldigt

 

1. Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Ladung, der Beschlussfähigkeit und der Tagesordnung
Gottfried Pavenstädt begrüßt; Mit 26 anwesenden von z.Zt. 173 Mitgliedern ist die Versammlung laut Satzung (fordert die Anwesenheit von 25% anwesenden Mitgliedern) nicht beschlussfähig; Wie in der Einladung zur Jahreshauptversammlung erläutert, schließt Gottfried Pavenstädt die Mitgliederversammlung und eröffnet sie neu, als beschlussfähig ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder.

 

2. Totengedenken
Der Mitgliederversammlung war um 18:30 Uhr eine Abendmesse in der Laurentius-Kirche vorausgegangen, in der besonders der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder des Freundeskreises gedacht wurde: Josef Steppeler (Gründungsmitglied), Renate Hermstrüwer, Dr. Wilhelmine Herbort, Wilhelm Pötter, Bernhard Rugge

 

3. Rückblick des Vorsitzenden auf die Aktivitäten des Freundeskreises im Jahr 2009
Gottfried Pavenstädt blickte auf die im Sommerrund- und im Weihnachtsbrief 2009 aufgeführten Ereignisse zurück, die ein „vielseitiges und reichhaltiges Programm“ widerspiegelten. Die Ausstellung „Bilder der Bibel im Blaudruck“ im Museum in der Kellnerei sei auf gutes Interesse gestoßen, z.T. seien die Besucher von weither angereist, was auch auf die Informationen in den Medien und im Internet zurückzuführen sei. Wegen des zu geringen Interesses sei die Studienfahrt im Juni ausgefallen. Starken Zuspruch hatten 35 große Führungen (St. Laurentius Pfarrkirche, Zehntscheune, Propstei, Klostergarten): Heinz Klasmann (Heimatverein Clarholz), Hubert Maibaum und er selbst erfuhren dabei von den Teilnehmern das große Interesse an der Geschichte des ehemaligen Clarholzer Klosters und der durch es geprägten Kulturlandschaft.
Als Mitglied bei der Museumsinitiative OWL vergrößert der Freundeskreis Propstei sein Netzwerk.
Im Unterschied zu der kostengünstigen Brandschutzlösung im Kapitelsaal (2. Rettungsweg durch die Nachbarwohnung) wird eine Lösung für das Museum in der Kellnerei schwieriger: Bauordnung, Brand- und Denkmalschutz müssen „auf eine Linie gebracht werden“. 2009 haben 64 standesamtliche Trauungen im Kapitelsaal stattgefunden: „Von zünftig bis edel, ist eine Trauung im Kapitelsaal etwas Besonderes und für den Freundeskreis eine wichtige Einnahmequelle“, so der Vorsitzende. Er dankte dem Ehepaar Berheide für die Pflege des Kapitelsaales und allen, die im Museum in der Kellnerei Aufsicht geführt haben.

 

4. Bericht des Schatzmeisters
Heinz Tegelkamp erläutert die Kassenlage: der Kassenbestand habe sich vor allem durch die Einnahmen aus Trauungen und Führungen sowie einem weiterhin guten Spendeneingang stabilisiert.

 

5. Bericht der Kassenprüfer
Heinz Klasmann und Werner Möller haben die Kasse geprüft und beantragten Entlastung des Vorstandes; wurde einstimmig erteilt bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder.

 

6. Planung und Projekte für das Jahr 2010 – Termine
JGottfried Pavenstädt erläuterte das zu Information vorab an die Versammlungsteilnehmer verteilte Programm (Stand 01.03.2010), das auf den bewährten Säulen ruht. Das Interesse an der von Hubert Maibaum für 2009 sorgfältig geplanten Fahrt mit kurzen Wanderstrecken „Auf den Spuren der Prämonstratenser – Paterspatt und Brüderwege“, die er als Alternative zu den bislang 15 Studienfahrten „Auf den Spuren der Prämonstratenser“ für 2009 ausgearbeitet hatte, war leider zu gering (13 Interessenten) für eine Durchführung. Für 2010 schlug Hubert Maibaum der Versammlung statt einer mehrtägigen Fahrt drei Tagesfahrten zur Auswahl vor, die er ohne Unterstützung durch die VHS organisieren könne: Xanten, Cappenberg + Oelinghausen, Kloster Dalheim. Die Mehrheit befürwortete eine Tagesfahrt nach Xanten.
Johannes Meier erläuterte einen geplanten Vortrag von Dr. Josef Mense zur Symbolik der gotischen Gewölbemalerei in der St. Laurentius Pfarrkirche. Dieser Vortrag werde eventuell ergänzt durch einen späteren von Dr. J. Conrady zum Thema Labyrinth. Für die neue Ausstellung im Klostermuseum werden z.Zt. die Voraussetzungen geschaffen: „…dagegen ist ein Kraut gewachsen“ wird 20 bis 30 Ausstellungsobjekte zeigen, Kräuterbücher des 16. und 18. Jahrhunderts, wertvolles historisches Schriftgut, das in Flachvitrinen ausliegen wird (Leihgaben der Universitätsbibliothek Münster, Kurator: Reinhard Feldmann, Westfälische Wilhelms-Universität).
Zur Museumsaufsicht fanden sich während der Versammlung Freiwillige für alle Termine, die von Elisabeth Meier notiert wurden.

 

Top 8: Verschiedenes / Anfragen
Gottfried Pavenstädt dankte Alfred Schröder, der die handgeschriebene „Karte von dem in der Herrschaft Rheda gelegenen Gotteshause Clarholz nebst dazugehörigen Gründen“ aus dem Jahr 1804 vor vier Jahren aus dem Müll gerettet hatte und überreichte ihm eine Medaillensonderprägung des ehemaligen Doppelklosters Clarholz-Lette. Die Karte bietet laut Johannes Meier einen „substantiellen Erkenntnisfortschritt“ und ist ein Musterbeispiel für das, „was Heimatarbeit ausmacht“. Hätte man diese Karte bereits für die Rekonstruktion der Klostergartenanlage Ende der 90-er Jahre zur Verfügung gehabt, hätte man anders gestalten können. So sei z.B. der Konventgarten genau aufgeschlüsselt und auch die Gräftenanlage deutlich: „Wir wussten, dass es so war, aber nicht genau wie“. Der Kartenfund ermöglicht weitere Forschung. Johannes Meier stellte das Buch „Klöster und Landschaft. Das kulturräumliche Erbe der Orden“ vor, in dem auch Clarholz ein Kapitel gewidmet ist. Darüber hinaus stellte er die Projektskizze „Klosterlandschaft Clarholzer Axtbachaue“ vor, erstellt vom Büro für angewandte Ökologie und Landschaftsplanung Dense & Lorenz GbR. Einige Exemplare wurden verteilt. Wer auch Interesse daran hat, möge sich mit Johannes Meier in Verbindung setzen, die Projektskizze steht als PDF zur Verfügung: E-Mail: jmeier@uni-mainz.de
Hubert Maibaum erklärte aus persönlichen Gründen seinen Rückzug von der Vorstandarbeit; Er möchte sich künftig vor allem auf die Studien-/Tagesfahrten konzentrieren.

 

Protokoll MGV Freundeskreis Propstei Clarholz
vom 01.03.2010
verfasst am 05.04.2010
J. Ahlke